Die Geschichte der Hollandfahrräder

Zu Beginn der industriellen Fahrradherstellung am Ende des 19. Jahrhunderts waren in Europa die englischen, deutschen und französischen Modelle prominent. In den Niederlanden wurden zunächst bei eigenen Produktionen die Modelle vor allem der
Engländer nachgebaut, ehe sich in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts eine eigenständige Entwicklung mit typischen Merkmalen herauszubilden begann. Den geografischen Gegebenheiten genüge leistend wurde nicht so sehr auf technische Raffinesse als viel mehr Robustheit und Langlebigkeit Wert gelegt. Die Niederlande sind flach und haben ein dichtes Netz an Straßen, dies erlaubte eine stabilere, dafür jedoch auch schwerere Bauweise. Vielfach wurden die Räder auch von Gewerbetreibenden mit entsprechenden Ladeflächen genutzt.
Als typisch bis zum heutigen Tag kristallisierten sich Merkmale wie geschlossener Kettenschutz, ein stark gefederter Ledersattel, eine hohe, aufrechte, bequeme Sitzposition mit einem zum Körper des Fahrers hin geschwungenen Lenker. Hinzugesellen sich ein starker Gepäckträger, eine Verkleidung des Hinterrades und natürlich die geschwungene Form der Damenräder.
Ein Hollandfahrrad war und ist eine wertstabile Investition, die viel Freude, insbesondere in flachen Gebieten und im Stadtverkehr, bringt.

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